Donnerstag, 9. Dezember 2010

Faule, undankbare, kleine....

Mama geht mit ihrem Kind einkaufen.

Nix ungewöhnliches soweit.

Das Kind, männlich oder weiblich, im Alter zwischen i.d.R. 8 und 14 Jahren erbettelt sich im Laufe eines Einkaufs eine Menge an Waren, die je nach Erziehung, nicht unerheblich klein ist.

Auch an der Kasse nimmt dies noch kein Ende: "Mama krieg ich, Mama darf ich, Mama kann ich, den Schokoriegel, die Chips, die Barbie, Den Laptop etc."

Nach gewohntem ja, nein, Gequengel, manchmal Tränen, manchmal Freude lädt die gestresst Mutter ihren Einkauf auf das Kassenband.

Während die Kassiererin schon mal kassiert, (wir erinnern uns an dieser Stelle an die Zeitersparnis aufgrund von Personalmangel) lädt Mama weiter auf...

WAS TUT DAS KIND?

In den meisten Fällen steht das Kind da und freut sich wie schön und hoch die Kassiererin die Waren stapeln kann. Das tut es auch dann noch wenn die Mutter das Ausladen beendet hat. Auch dann noch wenn die Mutter noch etwas holt oder in der Tasche etwas sucht, ja selbst dann, wenn sie den Befehl zum Einladen gibt steht das Kind geifernd und grinsend da und starrt. Nicht selten gefolgt von einer Art Trance in die das Kind versinkt. Dort kommt es dann auch erst wieder raus wenn man es anschreit, boxt oder schüttelt.

Der Platz an der kasse ist leider begrenzt und so stellt sich bald das Problem dar: Wohin mit dem Krempel?

Das Kind steht da und starrt.

Selbst auffordernde Blicke der Kassiererin helfen da nix.

Und nie. NIE.. niemalsniemals nie sollte die Kassierin da sowas sagen wie:

"Na du kleiner, na? Willst du deiner Mama nicht mal beim Einräumen helfen?"

Denn trotz dessen, dass Kassiererin und Mutter im Stillen eben noch einer Meinung waren, nämlich dass das undankbare, faule Balg mal den Einkauf in den Wagen räumen könnte, schaltet Mutti jetzt in den egoistischen Pseudo-Beschützerinstinkt um: "Also sagen Sie mal, was glauben Sie eigentlich, meinem Kind Befehle zu geben, pfuschen Sie mir nicht in meiner Erziehung herum!"

Okeeeee...




Ich gehe in meinen Angaben übrigens immer davon aus, dass das Kind dem Alter und der Kraft entsprechend mithilft und einräumt. Nicht, dass das 8-jährige, magersüchtige Mädchen den Sechserpack Apfelsaft von dem Tisch herunter hieft der so hoch ist wie ihr Kopf.

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